Ansprache Ortsbrandmeister Olaf Stemmler zur Jahreshauptversammlung am 15.01.2011

Liebe Kameradinnen und Kameraden,

ich möchte euch wie jedes Jahr etwas zum Nachdenken und Anregen mit auf den Weg geben.
Im vergangenen Jahr ist unsere Feuerwehr 115 Jahre alt geworden.
115 Jahre seit sich Bürger unserer Gemeinde entschlossen haben etwas zu organisieren, dass ihnen, ihren Familien und ihrem Hab und Gut Schutz und Sicherheit bietet – eine Feuerwehr.
Im Kleinen angefangen schälte sich bald die Gemeinnützigkeit für die Gesellschaft heraus. Der Wahlspruch der Feuerwehr wurde:

„Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr.“

Dieser Wahlspruch wird von uns auch heute noch oft verwendet. Er ziert unsere Fahne und ist auf unseren Briefblättern zu lesen.
Zum Anfang gegründet um sich vor Feuer zu schützen, erweiterte sich das Aufgabengebiet unserer Organisation immer mehr.
Heute sind wir an einem Punkt angekommen, an dem die Feuerwehr eigentlich Mädchen für alles ist. Charakteristisch zeigt sich dies auch im neuen Slogan, der lautet

„Feuerwehr Retten – Löschen – Schützen – Bergen“

Wir zeigen es in unseren Einsätzen immer wieder, wir sind auf Grund unserer Ausrüstung, unseres Ausbildungsstandes und dem Wichtigsten, der Motivation unserer Kameraden allen Aufgaben und Situationen gewachsen. Die Einsätze und wie Sie ablaufen sind nach Außen das Spiegelbild unserer Wehr. Andere können hieraus ablesen, wie hoch der Wert dieser Feuerwehr zu handeln ist.

Ich denke aber auch unsere, die Freiwillige Feuerwehr Kaulsdorf-Eichicht hat bei ihren Bürgern, ihrer Gemeinde, im Landkreis und in der Rettungsleitstelle einen guten Ruf. Wir haben immer darauf geachtet, gegenüber anderen Wehren ein gutes, freundliches und kameradschaftliches Verhältnis aufzubauen.

115 Jahre Freiwillige Feuerwehr Kaulsdorf Eichicht.
Eine Tradition über einen so langen Zeitraum aufrecht zu erhalten ist ein feine Sache. Generationen haben sich mit dieser Aufgabe beschäftigt und abgewechselt. Sie haben Erfahrungen weitergegeben und übernommen und vor allem weitergeführt und bewahrt. Viele politische Systeme haben sich in dieser Zeitspanne entwickelt, sich abgelöst und sind wieder untergegangen – eines haben sie alle, wenn auch aus unterschiedlichsten Gründen gebraucht, die Feuerwehr. Diese besteht noch heute.
An dieser Stelle möchte ich das Versprechen geben, die Freiwillige Feuerwehr Kaulsdorf-Eichicht wird auch in Zukunft alles daran setzen, ihre Aufgaben auch weiterhin in vollem Umfang und nach bestem Wissen und Gewissen zu erledigen. Wir werden auch weiterhin ein stabiler Partner um Rettungsgefüge des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt sein. Auch werden wir weiterhin zu den anderen Wehren ein freundliches und kameradschaftliches Verhältnis pflegen.

Bei euch liebe Kameraden bedanke ich mich für die gezeigten Leistungen der vergangenen Jahre, Wochen und Tage.
Ohne euch gäbe es keine 115 Jahre Freiwillige Feuerwehr Kaulsdorf-Eichicht. Bei Einsätzen, während der Übungen, bei Lehrgängen und bei sonstigen Anliegen zeigt sich immer wieder, dass ihr gewillt seid, die Sache Feuerwehr in vollem Umfang mit zu tragen und zu erhalten. Auch im kameradschaftlichen Umgang miteinander zeigt ihr immer wieder, dass hier eine Truppe steht, auf die man sich verlassen und auf die man bauen kann. Mir ist auf Grund der gegebenen Situation auch für die unmittelbare Zukunft nicht bange, unsere Feuerwehr wird weiter bestehen. Wie heißt das Sprichwort:

„Was du ererbst von deinen Ahnen, erhalte es und tu's bewahren!“

So, und das lege ich eich jetzt ganz fest ans Herz, richtet euren Eltern, Freundinnen und Ehefrauen aus, dass ich mich auch bei ihnen für die Unterstützung und das Verständnis bedanke, dass sie eurem Dienst entgegenbringen.
Ich bedanke mich bei der Wehrleitung unserer Feuerwehr für die gute und sachliche Zusammenarbeit. Ich bedanke mich dafür, dass jeder seine Aufgaben ernst nimmt und Gewissenhaft ausführt um die Einsatzbereitschaft ständig zu gewährleisten.
Ein großes Dankeschön möchte ich auch unserem Bürgermeister, kurz genannt OSSI zukommen lassen, der ständig bemüht ist der Feuerwehr optimale Bedingungen zu schaffen. Er hat stets ein offenes Ohr für unsere Belange.
Ebenfalls ein herzliches Dankeschön an unseren Kreisbrandmeister Lothar Müller. Umstrukturierungen der eigenen Wehren, Umstrukturierungen und dessen weitere Veränderungen auf Landkreisebene haben seine Arbeit etwas eingeschränkt, aber immer wenn er gebraucht wurde, war er sofort für uns da.
Zum Schluss möchte ich nur noch einmal feststellen – nur gemeinsam und miteinander sind wir Stark und Jeder muss seinen Beitrag leisten, unser erreichtes Niveau zu erhalten und Verbesserungen zu erzielen, denn Stillstand bedeutet Rückschritt.
Es gibt sicher auch immer etwas zu verbessern, und dies zu tun ist unser Anliegen, ebenso ein offener und fairer Umgang miteinander.

Wenn ich mich hier umschaue, schaue ich in Gesichter, die mir sagen -
UNSERE FEUERWEHR LEBT IN UNS UND MIT UNS, UND WIR GEBEN UNSER BESTES; DAMIT ES SO BLEIBT!
Ich bin Stolz einer solchen Wehr vorzustehen und ich weiß, gemeinsam werden auch wir weiterhin unseren Mann, unseren Feuerwehrmann stehen.

Danke

Olaf Stemmler
Ortsbrandmeister

Ehrungen und Beförderungen:

Mario Treuner zum 10 Jährigen Dienstjubiläum.
Karsten Ziener zum 25 Jährigen Dienstjubiläum.

Matthias Bischoff und Hendrik Hess zum Oberfeuerwehrmann