Kolumne April 2010
Gedanken zur Jahreshauptversammlung vom 27. Februar 2010
FEUERWEHR
Was ist das, und was bedeutet das?
Viele von uns werden sich dies gefragt haben bevor sie den Schritt getan haben, und in die Feuerwehr eingetreten sind.
Warum soll ich da mitmachen, es gibt doch noch genug Andere, die auch nicht in der Feuerwehr sind, warum soll ich meine Freizeit, vielleicht sogar meine Gesundheit opfern für Andere.
Aber irgendwie stellt man sich dann doch die Frage, wenn aber alle so denken, von wem bekommt man denn dann die Hilfe, wenn sie notwendig ist.
Wir alle wissen, Feuerwehr ist eine Sache, bei der sich Personen uneigennützig und mit viel Zeitaufwand in eine Sache stürzen, sich selbst oder auch anderen zu helfen und zu verhindern, dass großer Schaden entsteht.
Zu DDR-Zeiten war Feuerwehr eine geregelte Sache. Feuerwehr war, wie es eben der Name sagt für Brandbekämpfung da. Es gab keine Probleme mit Betrieben, diese Sache hatte Vorrang.
Heute hat sich das Spektrum der Aufgaben wesendlich verlagert und erweitert.
Ich habe es schon oft gesagt:
Der wichtigste Aspekt unserer Arbeit ist, das höchste Gut eines Menschen - Gesundheit oder gar Leben zu retten und zu erhalten. Jedes Leben, das wir erhalten können, ist ein wichtiger Sieg für uns. Sollten wir jedoch auch einmal verlieren, haben wir jedoch alles Versucht und unser Bestes gegeben. Und darüber können wir Stolz und Zufrieden sein.
Es gibt Einsätze, die sind bei weitem nicht von der feinen Art und man wünscht sich insgeheim lieber wegen einer Ölspur Straße zu kehren, auch wenn man dabei nicht in Begeisterung ausbricht. Bei eben diesen unangenehmen Einsätzen spürt man die Anspannung von Anfang an. Aber trotzdem läuft dann der Einsatz sicher und mit voller Konzentration ab.
Und gerade hier zeigt sich, wie vermitteltes Wissen und Können angewendet wird.
Ich zolle allen Respekt, die diese Einsätze mit durchziehen, zolle aber auch allen denen Respekt, die mir sagen, dass sie dies nicht mitmachen können, denn auch dies ist Mut.
Einsätze, egal welcher Art sind da um von uns gemeistert zu werden und dies geht nur mit entsprechender Ausbildung und entsprechendem Wissen.
Wir sind ständig bemüht ein breites, interessantes und lehrreiches Spektrum in unser Ausbildungsgeschehen einfließen zu lassen. Dies kommt von Seiten der Wehrführung. Von Seiten der Kameraden muss der Wille da sein, dies anzunehmen.
Im Großen und ganzem geschieht das auch. Doch wenn der eine oder andere ehrlich zu sich ist, muss er sich sagen, ich könnte manchmal doch etwas mehr am Ausbildungsgeschehen teilnehmen.
Wenn man das Geschehen in unserer Feuerwehr, sei es im letzten, oder in den letzten Jahren an sich vorrübergleiten lässt spürt man eines Zeiten, Situationen und Gepflogenheiten verändern sich ständig.
Die Arbeit unserer Wehr dieser geänderten Situation anzupassen und Veränderungen durchzuführen obliegt der Wehrleitung und ich denke, dies ist bisher ganz gut gelungen.
Eines ist aber immer geblieben, wir,die Freiwillige Feuerwehr Kaulsdorf-Eichicht ist ständig bereit gewesen und wird es auch weiterhin sein, unsere Aufgaben dem Wohl, dem Schutz und der Sicherheit unserer Bürger gerecht zu werden. Es kann aber nicht immer alles glatt verlaufen, in jeder noch so glatten Straße findet man auch Schlaglöcher in denen es einmal holpert.
Aber wir sind Manns genug diese Ungereimtheiten auszuräumen und aus der Welt zu schaffen. In Einsätzen gibt es keine Diskussionen, da wird durch den Einsatzleiter das Handeln festgelegt, aber im sonstigen Dienstgeschehen sind Meinungen und Anregungen gefragt.
Ein ordentlicher und fairer Umgang aller Kameraden mit einander ist der Ausgangspunkt für eine gute Zusammenarbeit und der Grundstein für Erfolge.
Ich glaube alle wie wir hier sitzen, haben es noch nicht bereut in unsere Feuerwehr eingetreten zu sein. Gerade die Älteren können sagen, es ist jetzt eine neue Art von Kameradschaft entstanden, wie sie meinetwegen vor 15 bis 20 Jahren da war,aber sie ist immer noch da, unsere Kameradschaft, sie existiert und lebt.
Es gab schon Meinungen in denen gesagt wurde, meine Meinung von guter Kameradschaft in unserer Wehr gibt es nicht mehr. Ich muss denjenigen sagen, das ist falsch, es ist eben diese neue Art entstanden, genau wie sich das Einsatzspektrum verändert hat.
Dies muss man erkennen und verstehen.
Nur miteinander sind wir Stark und jeder muss seinen Beitrag leisten unser erreichtes Niveau zu erhalten und Verbesserungen zu erzielen, denn Stillstand bedeutet Rückschrit. Wenn ich mich hier umschaue, schaue ich in Gesichter, die mir sagen –
UNSERE FEUERWEHR LEBT IN UNS UND MIT UNS, UND WIR GEBEN UNSER BESTES, DAMIT ES SO BLEIBT!
Ich bin Stolz einer solchen Wehr vorzustehen, und ich weiß, gemeinsam werden wir auch weiterhin unseren Mann, unseren Feuerwehrmann stehen. So, ich denke es sollen der Worte genug gefallen sein und ich denke wir sollten uns einen Schluck auf uns, das Vergangene und unsere Zukunft gönnen.
Und ist das Leben noch so schwer, Feuerwehr bleibt Feuerwehr
O. Stemmler
Ortsbrandmeister |